IGS Integrierte Gesamtschule

Veröffentlicht am 18.11.2009 in Kommunalpolitik

In meinen kühnsten Alpträumen habe ich mir nicht vorstellen können, dass das dreigliedrige Schulsystem aus den 50zigern Jahren noch einmal eine Renaissance erleben würde. Es war schon damals nicht in der Lage einer hochtechnisierten, modernen Berufswelt gerecht zu werden und die Schulabgänger zu liefern, die die Wirtschaft fordert, wenn man Schule nur reduziert sehen will auf die Kosten-Nutzen-Frage.

Akzeptiere ich, dass die heutige Berufswelt eine höhere schulische Bildung voraussetzt, dann muss ich auch Schulformen anbieten, die das gewährleisten. Ein dreigliedriges Bildungssystem zementiert die sozialen Unterschiede und führt zur Selektierung - die dann das gesamte spätere Leben prägt und dies schon ab der 4. Klasse Grundschule.

Es ist zynisch, wie im Schulausschuss des Kreistages am
4. November von einem Mitglied der CDU/FDP Mehrheitsgruppe geäußert wurde: „es hat den Abgängern der damaligen Volksschule auch nicht geschadet“, aber genützt hat es ihnen auch nicht – oder man glaubt wirklich, die Baumschulen (von denen wir im Ammerland ja sehr viele haben) wären so etwas wie der zweite Bildungsweg

Eine Bildungspolitik, die nur ein so eingeengtes Angebot an Schule kennt, ohne Alternative, kann nur in die bildungspolitische Sackgasse führen. Kein Wunder, dass die Eltern sich gegen so eine Politik wenden. Eine pädagogische Antwort auf diese Situation ist die Einführung von Integrierten Gesamtschulen (IGS). Eine Schule, die keinen zurücklässt, ganztägig stattfindet, ein gemeinsames Schulleben und individuelles Lernen ermöglicht, Schule und Sozialarbeit verbindet und allen Kindern die Chancen für den bestmöglichen Abschluss bietet. Daher ist es unverständlich, dass gerade im Ammerland in Fragen der Bildungspolitik die Uhren auf rückwärts gestellt sind, obwohl viele Eltern ihre Kinder für diese Schulform anmelden würden.
Wir können und dürfen es uns nicht leisten, auch nur einen Schüler zurück zu lassen!

Wie sich in Wiefelstede klar heraus kristallisiert hat, geht kein Weg an dem Elternwillen, für eine IGS in Wiefelstede vorbei. Man kann die Entscheidung für eine IGS noch eine Zeit verzögern, aber nicht verhindern. Also kann man auch am 9. Dezember im Kreistag für eine IGS votieren und sich so dem landespolitischen Trend in Niedersachsen anschließen – man muss nicht der letzte Landkreis auf der schulpolitischen Landkarte sein ohne IGS und das noch als besondere Leistung ansehen.

(manfred rakebrand)

 

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