Späterer Unterrichtsbeginn an der Oberschule?

Veröffentlicht am 11.11.2020 in Ortsverein

Zum Antrag des CDU Gemeindeverbands Wiefelstede, den Unterrichtsbeginn an der Oberschule Wiefelstede auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, nehmen die schulpolitische Sprecherin der SPD Wiefelstede Irmgard Stolle und der Wiefelsteder SPD Fraktionsvorsitzende Jörg Weden Stellung:

„Wir als SPD Fraktion haben diesen Antrag mit Interesse zur Kenntnis genommen. Aus Sicht der Schüler/innen und Schüler und Lehrer wird dieser Ansatz sicher begrüßt werden. Auch die entwicklungspsychogische Seite bestätigt uns, dass ein Unterrichtsbeginn um 7.25 Uhr dem Biorhythmus von Kindern und Jugendlichen diametral entgegensteht.

Die Historie dieses Unterrichtsbeginnes liegt einige Jahre zurück – wir müssen in die Zeit schauen, als die kleinen Schulen aufgelöst wurden und die Entstehung von Schulzentren seinen Lauf nahm.
Bezogen auf die Gemeinde Wiefelstede entschied man sich, eine möglichst gute Nutzung der Schulbusse zu erreichen, also 2 Durchläufe durchzuführen. Neben den Kostengründen sollte diese Lösung auch zu einer Entzerrung der Schülerbeförderung von Grundschülern und Schülern des Sekundar - Bereichs I (Klassen 5 – 10)  führen.

Soweit die Historie – zurück in die Gegenwart. Wir – die SPD Fraktion - hat schon bei der Beantragung des Arbeitskreises u.a. als möglichen Grund für die hohe „Nichtanwahl“ der OBS Wiefelstede den frühen Schulbeginn sehr explizit angeführt (Anm.: NWZ Nr. 171 Fr., 24.07.2020, Seite 15 "Eltern beklagen frühen Unterrichtsstart") – allerdings in einer detaillierten (komplexen) Behandlung mit anderen anstehenden Fragen.

Um es klar zu sagen: Auch die SPD-Fraktion befürwortet einen späteren Schulbeginn, keine Frage. Abzuklären ist jedoch auch die Schülerbeförderung innerhalb des Ammerlandes, denn wir können die Wiefelsteder Situation nicht losgelöst von den Verbünden sehen, und die Auswirkungen eines späteren und womöglich gemeinsamen Schulbeginns mit der Wiefelsteder Grundschule soll nicht unerwähnt bleiben.

Noch eines: Wie steht es denn mit den 60 % der Schülerinnen/Schüler aus unserer Gemeinde, die Schulen in anderen Gemeinden besuchen? Deren „Start in den Tag“ erfolgt ebenfalls sehr früh  – ob z.B. (denken wir auch an die Bauerschaften wie Spohle / Gristede) zur KGS nach Rastede, zum Gymnasium nach Jaderberg oder zur Berufsbildenden Schule nach Rostrup.

Fazit: Unserer politischen Einschätzung nach hätten wir Antworten auf Fragen, auch die nach dem Schulbeginn,  von vielen Betroffenen bekommen können. Die Elternbefragung sollte sich doch nicht nur an die Eltern der Schüler der OBS richten – wir wollen Gründe für die rund 60 %  „Nicht-Anwahl“ der OBS von (möglichst allen) Wiefelsteder Eltern erfahren - und zwar valide, um uns nicht weiter im Bereich der Spekulationen bewegen zu müssen. Einen späteren Unterrichtsbeginn sehen wir zwar positiv – dennoch: Die Loslösung des Teilaspekts „Unterrichtsbeginn“ ist nicht ausreichend zukunftsweisend, da die anderen Fragen / Probleme der Schulentwicklung nach wie vor unbeantwortet bleiben.“

(Anm.: Diese Stellungnahme hätte in der zwischenzeitlich abgesagten Sitzung des Fachausschusses am 10. November 2020 erfolgen sollen.)

 

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